Wandern in Epol
Hallöle,
für dieses Erlebnis wird uns der eine oder andere Leser sicher beneiden. ![]()
Unsere Borders (Krankenschwester, die in unserem Haus ein Zimmer mietet) geht öfters wandern. Sie hatte uns einen ihrer Freunde (Ian) vorgestellt, der schon oft gewandert und geklettert ist, zB. auch auf den Mt. Apo und das muss was heißen. Als er von seinen Erlebnissen erzählte, war für uns klar – wir müssen wandern! Er und noch Freund von ihm wollten uns begleiten bzw. führen und somit auch auf uns aufpassen. Für den Anfang sollten wir es nicht übertreiben und gleich auf die Spitze von Mt. Apo klettern. Klar, da würden wir mit unserer Raucherlungen und mit der Red Horse zerstörten Leber nicht überleben. Er emfehlte uns Epol. Man muss zwar ab und zu an einigen steilen Hängen entlang laufen und auch ein wenig klettern, aber das geht schon in Ordnung und ist wirklich machbar.
Der Ausflug sollte 2 Tage dauern, dh. eine Übernachtung. Hingefahren sind wir mit dem Bus in den ca. 3-4Stunden
entfernten Ort von Downtown aus. Wo genau Epol liegt, weiss ich nicht mehr. Muss ich nochmal nachfragen. Natürlich mussten wir auch für Nahrung sorgen. Dosenfutter kam auf gar KEINEN Fall in Frage! Frisches Fleisch vom Markt, Gemüße und Reis. Gekocht und gegrillt wurde vor Ort.
Als wir angekommen waren, liefen wir erst mal durch die Natur zu unseren Hütte, in der wir übernachten wollten. Das dauerte um die 2 Stunden. Die Zeit verging nie! Immer, als wir unseren “Wanderführer” Ian fragten, wie lange es noch dauere, antworte er nur mit “Twenty minutes!”. Naja, das waren sehr lange 20 Minutes
Angekommen an der Hütte, wurde es auch langsam dunkel. In der Nähe fließt auch noch ein kalter Fluß, bei dem wir uns noch ein wenig vor dem Essen auffrischen konnten. Es gibt mehrere kleine Stufen, an die man sich hocken kann und das Wasser fällt einem angenehm auf den Nacken. Eine natürliche Massage vom Feinsten! Naja, nach grillen und kochen wurde ordentlich gefuttert – und das hat super geschmeckt, da Ian auch noch ein guter Koch ist (der Dicke auf den Bildern hehe). Und schließlich ging die Sauferei wieder los. Diesmal kein Red Horse sondern Tanduay. Klar, wir können auch keine Kisten Bier rumschleppen. Die Mädels waren schnell betrunken bzw. auch nicht wirklich in Lust und Laune zu trinken und gingen früh ins Bettchen. In der kleinen Hütte haben wir einfach einen Schlafsack ausgelegt und fertisch! Mein Freund Gaga, mein Cousin Wang und ich mussten leider zu 3. in einem kleinen 2-Mann Zelt schlafen. Und es war verdammt kalt! Ich glaubte denen nicht, dass es kalt wird. Die Filipinos frieren ja nachts schon, wenn man mitm Tricycle/Tricikat unterwegs ist. Naja, Handtuch drübergelegt und auf den warmen Morgen gehofft.
Am nächsten Morgen durften wir 3 erst einmal den ganzen Platz aufräumen, da wir im Vollsuff wohl zu viel Müll hinterlassen haben. In der Nähe der Hütte wohnt auch eine Familie – Natives. Die Frau und der kleine Sohn haben uns für 10Peso kleine Handketten aus irgendeinem braunen, trockenen und stabilen Blatt (wie “Schale” von Bambus irgendwie) verkauft. Sehr nette Muster! Wenn man diese nass macht, sind diese sogar gut dehnbar. Zuerst dachten wir, dass wir alle zu große Hände haben ![]()
So, nachdem alles aufgeräumt war und wir nett Hotdogs mit Spiegelei gefrühstückt hatten, ging unsere Wandertour
weiter. Wir wanderten flußabwärts und mussten oft den Fluß überqueren, welche aber nur maximal kniehoch war. An einigen Stellen kann es schon tiefer werden, man sollte einfach aufpassen, wo man hinläuft. Ich meine, das Wasser ist klar uns sauber! Nun waren wir an unserem ersten Zwischenstopp angekommen. Ein etwas größere Wasserfall, in dem sich auch eine kleine begehbare Höhle befindet! Nach dem Wasserfall staut sich das Wasser und ist auch tief, somit ideal um zu Schwimmen und ein paar mal von den Steinen aus ins Wasser zu springen. Natürlich holte Ian gleich wieder die letzte Tanduay-Flasche raus – *würg*. War allmählich zu viel des Guten.
Schließlich ging es weiter. Zeit ist Geld, wir mussten noch zum eigenetlichen Ziel: eine rießige Höhle. nach 3 Stunden laufen, hatten wir diese auch erreicht. Taschenlampen mussten wir auch mitbringen, da es kein Licht in der Höhle gibt. Das Wasser in der Höhle ist anfangs nur etwa kniehoch, kann aber auch an einigen Stellen bis zum Hals reichen! Macht
dem einem oder anderen vielleicht etwas angst, da die Decke dann auch schon einige cm über dem Kopf beginnt… Am Ende der Höhle gibt es so eine Art Raum, in der man sich schön hinhocken kann. Da wir, das erste Mal dort waren, nahmen wir an deren “Ritual” teil. Wir sollten die Augen schließen und jedem im Raum vertrauen. Jemand berührte kurz dein Gesicht – anschließened durfte jeder seine Augen wieder öffnen – und das Gelächter begann! Wir bekamen den Dreck von den Wänden ins Gesicht geschmiert, das wir nicht wegwaschen durften, bis wir aus der Höhle draußen waren. Wir haben noch viele Bilder geschossen und sind dann wieder raus aus der Höhle.
Ja, langsam bekamen wir wieder hunger. Wandern macht wirklich hungrig! Es ging auch allmählich gegen Ende unserer Tour. Nach 1-2 anstrengenden Stunden bergaufwärts hatten wir das letzte Ziel erreicht. Diese Strecke war die schwerste bisher, da es nun auch leicht regnete und der Boden aufgeweicht war. Viele von uns sind schön auf die Nase geflogen… Naja, wieder saßen wir in gemütlichen Cottages und kochten unsere letzte Mahlzeit in Epol. Unter dem kleinen Wasserfall war auch ein kleiner Wasserstau, in dem man auch noch etwas plantschen konnte.
Erschöpft ging es dann wieder bergaufwärts auf den Highway. Da die sogenannten “Mountaineers” für den Heimweg traditionellerweise trempen, taten wir das auch. Als uns nach 3 Stunden immer noch kein Pickup mitnehmen wollte, winkten wir einem Bus, der uns dann endlich nach Hause brachte. Und ratet mal, was wir im Bus gemacht haben. Natürlich – Tanduay geköpft! Da der Bus keine Pinkelpausen gemacht hatte, mussten einige von uns in der letzten Reihe aus dem fenster pinkeln
War sehr lustig, vorallem die Reaktionen von den Leuten draußen, als der Bus mal kurz im Stau halten musste!! HAHA
Der Ausflug war recht billig, da wir keinen Wanderführer bezahlen mussten. Für das Essen hat jeder 300Peso eingezahlt, die Hinfahrt hat ca 200Peso gekostet. Rechnet man noch die Rückfahrt dazu, dann hat es alles insgesamt pro Kopf 700Peso gekostet. Wirklich sau billig! Kann ich nur jedem empfehlen. Ich wandere normalerweise nicht gerne bzw. das war auch mein erstes Mal und es war unglaublich! Die Natur ist einfach wundervoll und man hat viel Spaß mit seinen Begleitern! Ein unvergessliches Erlebnis..
Ach ja, unser nächstes Ziel wird Samal sein. Die Route ist nicht zu schwer und auch super!
In der Gallerie und unter diesem Artikel gibt es auch noch mehr Bilder dazu.
15 kleine Video Clips kannst du dir bequem als Youtube-Playlist anschauen: Zur Youtube-Playlist (oder auch einzeln anklickbar unter dem folgenden Album:)
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14. Juli 2009 um 17:07 Uhr
heftiger ausflug! mal einfach durch so n fuck schwarzen tunnel laufen! wie geil!
14. Juli 2009 um 17:20 Uhr
kannste laut sagen..